Dülmen
Leben auf dem Land
Dülmen, Stadt im Münsterland mit gut 47.000 Einwohnern. Weltbekannt durch die Dülmener Wildpferde, dem einzigen freien Wildpferdegestüt auf dem europäischen Kontinent. Die Stadt mit hohem Lebensniveau, beliebt bei vielen Tagesausflüglern und Urlaubern. Dülmen gehört auch zum Bündnis der Fahrradfreundlichen Städte in NRW. Aber auch zum Wandern lädt diese kleine Stadt ein. Es gibt so viele Möglichkeiten die Stadt und seine Bewohner zu entdecken, wobei die meissten Bewohner auch Liebevoll Dorf zu Ihrer ansehnlichen Stadt sagen.
Und die Geschichte dieser stolzen Stadt sind überall zu finden. Hier werden noch Traditionen bewahrt und gepflegt. So kann es einem auch schon mal passieren das man in der Nähe von Hügelgräbern spazieren geht, ohne diese dabei zu entdecken. Oder Reste der alten Stadtbefestigung. Spirituell kann man auch das Grab der Anna Katherina Emmerick besuchen, und so manch einer ist mit einer seltsamen Grundstimmung von der Grabstätte zurück gekommen. Glaube wird hier sowieso groß geschrieben, überall trifft man auf Stein-Kreuzen oder Mariendarstellungen. Feste werden gerne und oft gefeiert, und die Innenstadt lädt auch zu einem beschaulichen Bummel ein, abseits der Hektik und des Stresses. Wer Erholung sucht und doch was entdecken will, der hier ist genau richtig! Selbst bei schlechtem Wetter lässt sich so manch interessante Entdeckung machen. Aber wer auf den Troubel der Großstädte nicht verzichten kann, dem sei gesagt das in nur ca.30 Autominuten Entfernung das Ruhrgebiet liegt. Oder wer mal eine Studentenstadt erleben will, der sollte Münster gesehen haben. Doch am schönsten ist es nur hier. Leben und Urlaub auf dem Land.
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Reportagen
Freitag, 22. Januar 2010 um 00:00 Uhr
Andreas Reinders
 Ich habe so einige Ausflugsziele entdeckt und darüber geschrieben. Da wären die Findlinge, der Wodanstein oder die Jansburg. Alles Ziele die auf jeden Fall einen Besuch wert sind. Viele Dülmener wussten gar nichts darüber. Aber das ist nichts weiter verwunderlich dran. In meiner alten Heimatstadt Wuppertal war das nicht viel anders. Viele Zeitgenossen leben im Jetzt, und selbst da scheinen nicht alle anwesend zu sein.
Nun möchte ich eine Neue Rubrik bei Land-Fieber.de etablieren, diese wird Reportagen heißen. Hier kümmere ich mich um das alltägliche. Schließlich gibt es ja auch noch ein Leben außerhalb der Ausflugsziele. Und in der Recherche Zeit stellte ich fest, dass es gerade die alltäglichen Dinge sind die einen ganz besonderen Zauber verbreiten. Wir nehmen es gar nicht mehr war, obwohl wir fast täglich darüber stolpern. Es ist ja immer da, wir merken es immer erst, wenn es nicht mehr da ist.
Fazit, einfach mal überraschen lassen.
Hier findet Ihr die Currywurst Reihe: Auf der suche nach der currywurst.
Ausflugstipp:Kulturdenkmal Jansburg
Donnerstag, 17. Dezember 2009 um 17:00 Uhr
Andreas Reinders
Germanische Fluchtburg
Nicht nur das man in Dülmen eine ganze Menge alter Relikte finden kann,nein auch in unmittelbarer Umgebung findet sich so das ein oder andere Schätzchen aus längst vergessener Zeit. Wie bereits bekannt ist, befand sich Dülmen vor 2000 Jahren in direkter Nachbarschaft mit dem Römischen Weltreich. Dieser gemeinsame Feind verband die damaligen Germanenstämme. Doch nachdem sich die Römer zurückzogen brachen im freien Germaninen (Rechtsrheinisch) die alten Fehden wieder aus. So bekämpften sich die Stämme fröhlich weiter.
Nach dem letzten großen Aufstand der Bataver gegen die Römer, an denen auch die Brukterer teilnahmen, überfielen die Chamaven und Angrivariern im Jahr 98 n.Chr. die Brukterer, die im heutigen Dülmen gesiedelt haben. Bei diesem Raubzug wurden die Brukterer vernichtend geschlagen und aus Ihrem Stammesgebiet verjagt. Die Überlebenden des Überfalls retteten sich zu den befreundeten Tenkterer die südliche der Lippe Ihr Stammesgebiet hatten. Damit endet die Geschichte der Brukterer im Münsterland, sie werden nie wieder ins einstige Stammesgebiet zurück kehren. An Ihrer Stelle treten die Angrivarier und Chamaven.
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Wodanstein
Einst als das Christentum noch nicht ins Münsterland kam, huldigte man den alten Göttern. So konnten hinter jedem Baum, oder Fels die mächtigen Geister stecken. Manchmal wohnten Sie auch in Mooren oder Seen. Und so wurden auch bestimmte Findlinge verehrt. Einer davon steht in Coesfeld, in der Nähe von Dülmen Rorup. Einst muss dieser gewaltige Ausmaße besessen haben. Da die Stadtgrenzen erst viel später gezogen worden sind, kann man getrost davon ausgehen, das die Menschen der Region sicherlich auch zu diesem Stein gegangen sind den man heute nur noch den Wodanstein oder Bonenjägerstein nennt. Heute liegt der Stein zwischen Coesfeld im Westen, Billerbeck im Norden, Darup im Osten und Dülmen Rorup im Süden.
Aber wie kommt man dahin, das ist gar nicht so einfach! In den gängigen Stadt und Landkarten ist nur eine vage Markierung zu finden. Und im Internet gibt es nur eine private Seite zu dem Thema, aber selbst da findet man keine richtige Beschreibung wie man zu diesem Stein kommt.
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Findlinge
Wenn man sich die Landschaft des Münsterlandes einmal näher anschaut, wird einem schnell klar das hier etwas fehlt. Richtig, es gibt kein Gebirge. Und wenn man sich jetzt noch mal ein klein wenig intensiver umschaut, dann fehlen hier auch größere Vorkommen an festem Gestein. Das war vor gar nicht so langer Zeit anders, da gab es nämlich eine Menge von Findlingen in ganz Westfalen. Aber was sind Findlinge? Hierbei handelt es sich um „Erratische Blöcke“ bzw. „Großgeschiebe“. Nun sind wir nicht wirklich schlauer, mit einfachen Worten handelt es sich um große Steine aus dem Skandinavischen Raum. Diese sind mit der Vorletzten Eiszeit mitgekommen, diese Periode nennt man auch die Saale Eiszeit, und das spielte sich vor ungefähr 240.000-125.000 Jahren ab.Damals überdeckten riesige Eismassen Nordeuropa. Diese waren bis zu 300 Meter hoch. Die Eismassen waren nicht plötzlich da, nein Sie schoben sich von Jahr zu Jahr in Richtung Süden. Ihre südlichste Ausdehnung ging wohl bis zur folgenden Line : Düsseldorf-Dortmund-Paderborn. Kaum vorstellbar das das Münsterland unter einer 300 Meter dicken Eisschicht förmlich begraben war. Da diese Eismassen eine unvorstellbare Kraft hatten, wurden lose Gesteine förmlich mitgerissen. Und so erklärt sich auch, wieso man hier Gesteine aus Skandinavien findet.
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